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Prof. Dr. Johannes Mehlig (Photo: Heinrichsdorff)

Prof. Dr. Johannes Mehlig (Photo: Heinrichsdorff)

Prof. Dr. Johannes MEHLIG (8. Juli 1928 - 26. September 2015)


Mit großem Bedauern müssen wir mitteilen, daß Herr Prof. Dr. Johannes Mehlig am 26. September 2015 im Alter von 87 Jahren in Halle verstorben ist. Mehlig galt bis zu seiner 1992 erfolgten Berufung zum Universitätsprofessor für Indische Philologie und Altertumskunde (C4) als „Deutschlands dienstältester Universitätsassistent“, da er sich „in der Anpassungsdiktatur der DDR eine eigene Meinung leistete“, wie Kurt Reumann in der F.
A.Z. vom 8. Juli 2003 aus Anlaß seines 75. Geburtstags treffend schrieb. Ein Homo politicus der Hochschulpolitik, hatte Mehlig in Halle die „Initiativgruppe zur Demokratischen Erneuerung der Martin-Luther-Universität“ mitbegründet. Er wirkte sowohl als Dekan des Fachbereichs „Kunst- und Altertumswissenschaften“ als auch als Dekan der Philosophischen Fakultät und nahm zudem die Funktionen eines Senators und Präsidenten des Konzils der Universität Halle wahr.Als Wissenschaftler hatte er sich ganz dem Fach Indologie verschrieben. In Halle „Über die Geschichte und Genesis des altindischen Ordals“ habilitiert (1965), wurde der seit Paul Thiemes Weggang von Halle (1953) vakant gebliebene indologische Lehrstuhl nach der Wende schließlich mit ihm wiederbesetzt. Fachlich verbindet sich mit dem Namen Mehlig vor allem eine reiche Übersetzungstätigkeit. Seine in renommierten Verlagen veröffentlichten Übersetzungen indischsprachiger Literaturen fanden ihre verdiente Würdigung in der Verleihung des „Friedrich-Rückert-Preises“ im Jahre 1995 sowie in dem ihm in Anerkennung seiner indologischen Verdienste von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig verliehenen „Friedrich-Weller-Preis“ (1998).

Nachruf: http://www.magazin.uni-halle.de/18214/in-gedenken-an-johannes-mehlig/

Photo: © 1993 Uni Halle / Heinrichsdorff.

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